Kastenfisch — 27.11.11, 18:50:26

Regionale Spezialitäten

Zum Einen habe ich jetzt endlich ein einigermaßen schnelles Internet und zum Anderen habe ich viele Kommentare bekommen.
Ich erzähle Euch von den Regionalen Gaumenfreuden meiner Hörer und natürlich von meinen.
Mittlerweile bin ich auch darauf gekommen, dass es sich bei BB+S wahrscheinlich um Birnen, Bohnen und Speck handelt.
Aber hört selber rein, wenn Ihr wissen wollt, worum es geht.



Link: Maikinet Blog

MP3-Link: Maikinet Folge#32 "Kastenfisch"

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  1. Kommentar von Maikinet @ November 28, 2011, 03:27

    Hallo,

    mal wieder eine sehr schöne Folge! Das mit den regionalen Gerichte ist wirklich sehr interessant, auf die "Weck" und andere regionale Besonderheiten, werde ich in meinem nächsten Podcast näher eingehen.

    Lg Maik

    www.maikinet.de

  2. Kommentar von Ra Clette @ November 28, 2011, 14:25

    Moin,
    Keine Sorge ich bin tatsächlich weiblich :)
    Zum Schmoortaal, dass ist eine Spezialität aus Bad Zwischenenahn bzw aus dem Bad Zwischenahner Meer. Es gibt ettliche Legenden (die meines Erachtens nach aus der Feder eines Tourismusbüros stammen)dazu, wie man auf die idee gekommen ist ihn zuzubereiten. Fakt ist, dass es sich beim Schmoortaal um frischen heißgeräucherten aal handelt. Dieser wird vor dem essen dann je nach Festigkeit vom Kopf oder vom schwanz her die haut abgezogen und dann gegessen (meistens mit den Händen). Dazu gibs Ammerländer Schwarzbrot und einen Löffeltrunk, der immer mit dem Wirt zusammen stattfindet, denn dieser erfolgt nach einem Plattdeutschen Trinkspruchmuster.
    Lustigerweise sind bei uns, im Gegensatz zum Schmoortaal, Schmoorkartoffel einfach nur Bratkatoffeln, die vorm Braten nicht gekocht wurden.
    Mir fiel auch noch eine Spezialität meiner Gegend ein, die aber viele alte Leute nicht essen mögen, weil sie die während des 2. weltkrieges immer essen mussten. Steckrübeneintopf. Die Steckrübe wurde zu der damaligen Zeit hauptsächlich als Futterrübe für die Tiere angebaut und es war verpöhnt sie zu essen. Zudem hat sie nur einen sehr leichten eigengeschmack und nimmt schnell den geschmack von allen anderen mit dem Sie zusammen zubereitet wird an. Außerdem sind die nicht gerade kleinen Rüben im rohen zustand so schwer zu zerkleinern, wie Kohlrabi. Daher auch wohl die anderen Namen unter der sie bekannt ist Erdkohlrabi und Unterkohlrabi.
    Meine Oma hat mir den Eintopf zu Lebzeiten immer gerne gekocht, weil den kein anderer aus meiner Familie mochte. Sie hatte immer was eingefroren, falls ich davon was haben wollte. Sie hat ihn aber reichhaltiger als zu Kriegszeiten gekocht und immer eine ordentliche Portion Bauchspeck oder Kassler mitgekocht.
    Zum Wickelkuchen, ich habe da mal ein paar rezepte im Internet recherchiert, aber das richtige hab ich leider nicht gefunden. Wir haben den halt immer direkt in Thedinghausen bei Achim gekauft. Es gibt eins bei Chefkoch, das ähnlich ist, aber leider ist es, man glaubt es kaum, nicht richtig gewickelt :)
    es ist aber auch sehr aufwändig und man braucht eine lange flache Kastenform und der Kuchen wird in scheiben gegessen, für Kinder gibts dazu Ostfriesentee mit Kandis und Sahne und für die Erwachsenen Tee oder Kaffee. Jedes mal, wenn wir meine Großeltern in Thedinghausen beseucht haben, haben wir diesen Kuchen gegessen. Und jedes mal auch von der Bäckerei welchen Mitgenommen.
    Zum Thema neue Spezialitäten, das Cappucino in Apen (eine Pizzeria die fast im ganzen Landkreis bekannt ist) gibt es eine Pizza mit einem Spiegelei in der Mitte. Zwiebeln spielen auch eine große Rolle. Viele aus meinen Schuljahrgängen behaubten, dass sie nur wegen dieser Pizza immer wieder Fahrten von bis zu 50 km auf sich nehmen.
    Ich fand sie auch superlecker, aber mir bleibt immer nur das Ei in errinerung, es ist auch 10 Jahre her, dass ich dort zum letzen Mal gegessen habe. Aber mein Bruder nimmt manchmal 20 minuten Autofahrt auf sich um an diese Pizza zu kommen.

    mfg Ra Clette
    PS: An das Steckrübeneintopfrezept arbeite ich mich durch Experimente gerade selber ran, da meine Oma dieses leider nicht an mich weitergeben konnte, daher kann ich das auch leider nicht anbieten. Aber wenn ich es beim nächsten Versuch in zwei Wochen perefektionieren sollte....

  3. Kommentar von Nina92 @ November 29, 2011, 17:06

    Servus,

    unterhaltsame Folge mal wieder.
    Vielleicht hättest du eine Warnung hinter den Titel schreiben sollen: "Vorsicht! Für Menschen, die gerade Diät halten ausdrücklich NICHT geeignet!" ;)

    Was mich mal interessieren würde: Gibt es für die Gerichte, die zwar regional unterschiedlich heißen aber im Grunde die selben sind eigentlich einheitliche Bezeichnungen? So etwas wie das "übrregionale Register der Rezepte" ?

    Bin schonmal gespannt auf die Fortsetzung der Folge!

    Liebe Grüße,
    Nina

    PS: Kannst du eigentlich kochen oder verlässt du dich da eher auf deine Holde? ;)

  4. Kommentar von musikhai @ November 30, 2011, 11:54

    Bei dieser Folge lief mir das Wasser im Munde zusammen, als du die Spezialitäten beschrieben hast! Das macht im doppelten Sinne Lust auf mehr!!

    Bei mir am Niederrhein gibt es auch regionale Spezialitäten. Ich liebe zum Beispiel Endiviensalat mit Specksoße oder Sauerbraten. Sehr lecker ist auch die Grillagetorte. Da habe ich ein ganz einfaches und leckeres Rezept für die Miniaturform zu:

    Grillagetörtchen

    20 Schwedenförmchen (= Papierbackförmchen)

    Für die Böden:

    50 g Butter
    50 g Zucker
    50 g Mehl
    50 g gehackte Mandeln

    Alles zusammen kneten
    Rolle formen
    dünne Scheiben schneiden (ca. 20 Stück)

    Je einen Boden in ein Förmchen legen.

    10 Minuten bei 190° backen.

    Für die Grillage:

    6 ? 8 Baiser, zerdrückt
    50 g Krokant
    50 g gehackte Mandeln
    2 Tafeln Halbbitterschokolade, gehackt
    600 g Sahne, geschlagen

    vorsichtig mischen
    auf ausgekühlte Böden verteilen
    ins Gefrierfach stellen

    Ca. 15 ? 20 Minuten vor dem Servieren aus dem Gefrierfach holen und leicht antauen lassen.


    Guten Appetit!

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